Die Stipendiaten 2017

Maria Brunner, Violine, wurde 1986 als Deutsche im
russischen Kaliningrad geboren. Sie studierte am Mannes
College The New School for Music in New York (Bachelor
2010) und an der Hochschule für Musik Karlsruhe (Master 2013
). Orchestererfahrung sammelte sie als Konzertmeisterin der
Deutsche Streicherphilharmonie und von The Chelsea Symphony
sowie als Aushilfe und Tutti-Geigerin in der Dresdner
Philharmonie und im NDR-Elbphilharmonie-Orchester.
Seit September 2015 ist sie festangestellte Tutti-Geigerin
im Staatsorchester.

 

 

 

Nina Ding, Klavier, wurde 1998 in Erlangen geboren und erhielt
ihren ersten Klavierunterricht mit fünf Jahren. Seit 2006 ist sie
Schülerin von Professor Wolfgang Zill an der Städtischen
Musikschule in Braunschweig. Beim Bundeswettbewerb „Jugend
Musiziert“ ist sie mehrfache Preisträgerin (jeweils ein 1. Preis als
Klavier-Begleiterin und mit Tsuzumi Namikawa im Klavier-Duo,
zwei Mal 2. Preise in der Kategorie Klavier solo, 2. Preis in
Klavier vierhändig, jeweils 3. Preis im Klaviertrio sowie als
Cembalistin im Ensemble Alte Musik) und auch beim Carl-
Bechstein-Wettbewerb 2014 erhielt sie den 1. Preis. In den
Jahren 2014 und 2015 war sie zusammen mit Tsuzumi
Namikawa Stipendiatin der Stiftung „Jugend Musiziert
Niedersachsen“. Zum Sommersemester 2017 hat Nina ihr
Medizinstudium an der Charité Berlin begonnen.

 

Tsuzumi Namikawa, Klavier, wurde 1997 in Asahikawa in Japan,
geboren. Mit fünf Jahren erhielt sie dort ihren ersten
Klavierunterricht. Mit neun Jahren zog sie mit ihrer Familie nach
München und nahm 2007 am „Münchner Klavierpodium der
Jugend“ teil und gewann einen 3.Preis und drei zusätzliche
Ehrenpreise. 2010 wurde sie mit sechsfacher Auszeichnung
Preisträgerin desselben Wettbewerbs. 2011 zog sie mit ihrer
Familie nach Braunschweig und erhält seitdem Klavierunterricht
bei Professor Wolfgang Zill von Hochschule für Musik, Theater
und Medien in Hannover. Sie gewann den 2. Preis beim
internationalen Grotrian-Steinweg-Klavierspielwettbewerb 2013
sowie den Förderpreis der Braunschweigischen Louis-Spohr-
Gesellschaft. Beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" wurde
sie in den Kategorien Klavier solo, Duo mit Geige und im Klavier-
Duo mit Nina Ding mit der Höchstpunktzahl ausgezeichnet. Sie
gewann den Carl Bechstein-Wettbewerb in Berlin und brachte
2014 das zweite Jazz-Concertino des Braunschweiger Komponisten
Ulrich Kallmeyer mit dem Jugend-Sinfonie-Orchester der Städtischen
Musikschule Braunschweig zur Uraufführung. Im Juni
machte sie am Wilhelm-Gymnasium in Braunschweig ihr Abitur ab
und studiert seit Oktober 2016 an der Hochschule für Musik, Theater
und Medien in Hannover.

Steffen Kruse, Tenor, wurde 1992 geboren und begann seine
musikalische Ausbildung in der Braunschweiger Domsingschule.
Bereits während seiner Schulzeit sang er außerdem im
Landesjugendchor Niedersachsen und dem Extrachor des
Staatstheaters Braunschweig. Seit 2016 studiert Steffen Kruse
Gesang (Bachelor), zunächst an der Akademie für Alte Musik
Bremen, ab Oktober 2017 an der Hochschule für Musik, Theater
und Medien in Hannover. Er tritt als Solist, Ensemblesänger,
Chorleiter und Gesangspädagoge auf. So ist er beispielsweise
Mitglied im renommierten Norddeutschen Figuralchor, im
Deutschen Jugendkammerchor sowie im Voktett Hannover, mit
dem er 2015 den 1. Platz beim Felix-Mendelssohn-Bartholdy-
Hochschulwettbewerb machte. Kruse leitet den Jungen
Kammerchor Braunschweig und arbeitet als Stimmbildner am
Landesjugendchor Niedersachsen.

 

 

Moritz Schulte, Flöte, wurde 1998 geboren und
entdeckte bereits im Kindesalter die Musik im Zuge
musikalischer Früherziehung für sich. 2008 begann
er mit dem Querflötenunterricht und war bis
September des Jahres 2016 Mitglied der Flötenklasse
an der Städtischen Musikschule Braunschweig.
Zwischen 2009 und 2015 gewann er bei „Jugend
musiziert“ mehrere 1. und 2. Preise
auf Regional-, Landes- und Bundesebene in Solo-
und Ensemblewertung.
Er erhielt 2014 den Förderpreis der Stiftung
Braunschweigischer Kulturbesitz. Nach dem
Abitur an der Neuen Oberschule Braunschweig
begann er im Oktober 2016 sein Flötenstudium
an der Musikhochschule in Lübeck. Anfang Juni
dieses Jahres gewann er die Orchesterakademie
bei den Lübecker Philharmonikern.

Mit dem Beginn der Spielzeit 2017/2018 wird Carolin Löffler festes Ensemblemitglied des Staatstheaters Braunschweig werden. Zuvor gehörte sie zwei Jahre dem Ensemble des Stadttheaters Bremerhaven an, wo sie unter anderem in Tschaikowskys EUGEN ONEGIN als Olga, sowie in J. Strauß FLEDERMAUS als Prinz Orlofsky, als Mary in Wagners FLIEGENDEM HOLLÄNDER und als Erika in S. Barbers Oper VANESSA debütierte.
Darüber hinaus war die junge Sängerin als Stiefmutter in der Kinderoper von E.W. Ferraris ASCHENPUTTEL an der Staatsoper im Schillertheater Berlin zu sehen, sowie als Blumenmädchen in Wagners PARSIFAL und als Mirabella in Strauß ZIGEUNERBARON am Staatstheater Braunschweig, wo sie auch den Hänsel (konzertant) in HÄNSEL UND GRETEL von Humperdinck gab, sowie die Moldau in der Kinderoper PRINZESSIN ANNA. Großes Aufsehen erregte sie mit ihrer Interpretation der Titelpartie Femme in LA VOIX HUMAINE von Poulenc an der Werkstatt der Staatsoper im Schillertheater. Carolin Löffler übernahm des Weiteren die Rolle des Cherubino in FIGAROS HOCHZEIT am Theater Nordhausen und war als Dido in Purcells Oper DIDO UND AENEAS zu erleben, sowie als Zeitel aus ANATEFKA bei den Eutiner Festspielen.
Als Preisträgerin des int. Gesangswettbewerbes „Kammeroper Schloss Rheinsberg“ sang sie die Partie des Cherubino aus FIGAROS HOCHZEIT. Des Weiteren verkörperte sie L ́enfant in Ravels L ́ENFANT ET LES SORTILEGES im Rahmen des Festivals „Dorf macht Oper“ mit dem „DSO Berlin“, sowie die Euphelia in Salieris Barockoper LA GROTTA DI TROPHONIO und die Bastienne in Mozarts BASTIEN UND BASTIENNE beim „Festival Schloss Britz-Berlin“.
Carolin Löffler erhielt das „KlangKunst Bühnen Stipendium“ in dessen Rahmen sie mit Constanza Macras das spartenübergreifende Musiktheater- und Tanz-Projekt „Welcome Home“ unter großem Erfolg zur Aufführung brachte.
Die junge Mezzosopranistin begann ihr Gesangsstudium an der Berliner Universität der Künste. Sie ist Stipendiatin der Walter Karminsky Stiftung und vervollständigte ihre Ausbildung nach ihrem BA-Abschluss mit der von der "Opernwelt" für die "Beste Produktion des Jahres" nominierten Inszenierung von Frank Hilbrich, als Studienstipendiatin an der Musikhochschule Basel sowie bei Dominik Wortig, Thomas Heyer, Ulrike Sonntag und in der Liedklasse von Eric Schneider. Ihr Studium (MA of Arts) schloss Carolin Löffler an der Berliner Universität der Künste mit Auszeichnung ab.
 

 

 

 

 

 

 

 

Die Stipendiaten 2016

Am 02.07.2016 erhielten die diesjährigen Stipendiaten des Richard-Wagner-Verbandes Braunschweig e.V. ihre Urkunden. Bei den Bayreuther Festspielen werden sie "Götterdämmerung", "Parsifal" und den "Fliegenden Holländer" sehen. RWV-Vorsitzender Andreas Berger bereitete sie bei Kaffee und Kuchen auf den Besuch vor.

v.l.n.r.: Dr. Detlef Bohle (Vorstand), Moritz Wendt, 1. Vorsitzender Andreas Berger, Nina Ding, Helga Pasemann (Vorstand), Nora Maria Eckhardt, Sebastian Barnstorf (Vorstand), Georg Gottschlich

 

Die Stipendiaten 2015

Am 20.06.2015 erhielten die diesjährigen Stipendiaten des Richard-Wagner-Verbandes Braunschweig e.V. ihre Urkunden. Bei den Bayreuther Festspielen werden sie "Lohengrin", "Tristan und Isolde" und "Siegfried" sehen. RWV-Vorsitzender Andreas Berger bereitete sie bei Kaffee und Kuchen auf den Besuch vor.

Milda Tubelyte: Die litauische Mezzosopranistin am Staatstheater bringt sich in vielfältigen Rollen ein. Sie übernahm kurzfristig die Dorabella in Mozarts „Cosi“, überraschte als Baba im Conchita-Wurst-Stil in Strawinskys „The Rake’s Progress“ und sang die Contessa und Madelon in „Andrea Chénier“. mehr...

Michel Ha: Der lyrische Tenor stammt aus Süd-Korea und hat sich als verliebter Nemorino in Donizettis „Liebestrank“ die Herzen des Staatstheater-Publikums erobert. In der „Carmina Burana“ charakterisierte er mit höchsten Tönen den gebratenen Schwan. mehr...

Rossen Krastev: Der Bulgare glänzte am Staatstheater mit warm leuchtendem Bass zuletzt als frommer Joseph in „Sturmhöhe“, war zuvor unter anderem als Sarastro, Don Alfonso und Titurel in Wagners „Parsifal“ zu hören. Rundweg eindrucksvoll war sein Porträt des König Saul in Händels gleichnamiger Oper. mehr...

Maria Lebed: Die russische Pianistin studierte in Moskau und Hannover, wo sie Diplome in Musikerziehung, Liedbegleitung und als Konzertpianistin erwarb. Sie hat eine Stelle für Korrepetition an der Musikhochschule Hannover und konzertiert mit ihrer Schwester Sofia als Klavierduo. In Braunschweig hat sie Malte Roesners Liederabend „Die schöne Magelone“ begleitet.

Torsten Herrmann: Der Komponist studierte in Köln und Berlin. Stipendien führten ihn ans Orchester Sondershausen/Theater Nordhausen am Harz und ins Künstlerdorf Schreyahn in der Heide. Von dort wechselt er nun zu einem Stipendium ans Institut für elektronische Musik nach Paris. 2016 soll seine erste Oper bei den Münchner Opernfestspielen im Marstall Premiere haben.

Die Stipendiaten des Richard-Wagner-Verbands Braunschweig

Richard Wagner wollte sein demokratisches Festtheater in Bayreuth ursprünglich allen Interessierten ganz kostenlos anbieten. Dies ließ sich nicht realisieren. Um es zumindest einer breiteren Zuschauerschicht zugänglich zu machen, bildeten sich 1909 im Anschluss an die Patronatsvereine die Richard-Wagner-Verbände und gründeten eine Stipendienstiftung, die sich bis heute aus den Mitgliedsbeiträgen nährt. Seitdem, unterbrochen nur durch die Weltkriege, stellen sie dem künstlerischen Nachwuchs für die Bayreuther Festspiele Karten, Unterkunft, ggf. auch Spesen zur Verfügung.

Auch der Richard-Wagner-Verband Braunschweig widmet sich in besonderem Maß dem künstlerischen Nachwuchs. Ein Teil der Mitgliedsbeiträge geht stets an die Stipendienstiftung in Bayreuth, dafür darf der Verband in jedem Jahr fünf junge Künstler der Region als Stipendiaten benennen.

In einem Einführungsgespräch werden sie noch in Braunschweig auf den Besuch der Festspiele, die Werke und Wagners Ideen vorbereitet. Nach den Festspielen erzählen sie bei einer Veranstaltung den Mitgliedern von ihren Eindrücken.

Die Stipendiaten 2014

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